Jemand sitzt in einer Hütte und schreibt- der Volksmund macht daraus die Schreibhütte. Tatsächlich soll unsere Kleingartenanlage auf diese Weise zu ihrem Namen gekommen sein.
Der Grundschullehrer Schwarz hatte es zu einer Zeit, als Lehrer noch wenig verdienten, besser als seine Kollegen: Er hat nicht nur Geld, sondern auch Land. Zu seinem Besitz zählte Schwarz nicht nur die heutige Schreibhütte, sondern auch ein gutes stück Boden mehr. Für ein paar Groschen hatte er die Wiesen erstanden.
Sein Besitz, meint Schwarz, solle nicht nur ihm allein nützen. So beschließt er, die Wiesen billig zu verpachten. Aber nicht einmal den Pachtzins behält er für sich, sondern gründet eine Stiftung. Jedes Jahr zu Weihnachten wird das Geld aus der Schwarzschen Stiftung nun an die Lippstädter Lehrer verteilt.
Ist er nicht mit dem Unterricht, seinem Land oder der Stiftung beschäftigt, schreibt der Lehrer Schwarz gern. Dazu hat er sich in den Wiesen eine Hütte gebaut. In die er sich zum Arbeiten immer wieder zurückzieht.
Während hier Artikel für den Patriot und die Heimatblätter entstehen, haben die Leute das Häuschen in den Wiesen längst getauft: Seit damals heißt es „Schreibhütte“
Zurzeit umfasst die „Schreibhütte“ eine Fläche von 26940 Quadratmetern. Darauf verteilt sind 64 Dauerkleingärten: 81 Mitglieder und 44 Ehegattenmitglieder sind in der Schreibhütte aktiv.